**Erfolgreicher Gelegeschutz: Rohrweihen im Kreis Borken gerettet und beringt**
Gelegeschutz im Kreis Borken: Junge Rohrweihen erfolgreich geschützt und beringt
Die Getreide- und Grasernte im Kreis Borken birgt große Gefahren für bodenbrütende Vögel. Umso erfreulicher ist es, dass kürzlich drei Rohrweihengelege auf landwirtschaftlichen Flächen gerettet und die Jungvögel beringt werden konnten. Drei weitere Gelege wurden in diesem Jahr bereits erfolgreich gesichert.
Beringung zur Erforschung
Die Jungvögel wurden von Gianna Allera (ehrenamtliche Mitarbeiterin der Vogelwarte Helgoland) und Sebastian Fischer (Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken) vermessen, gewogen und beringt. Neben einem Metallring erhielten sie einen Farbring zur Identifikation aus der Distanz. Die Daten helfen dabei, Zugwege, Lebenserwartung und Ausbreitung der Tiere besser zu erforschen.
Hintergrund & Schutzmaßnahmen
Da natürliche Röhrichte fehlen, weichen Rohrweihen zunehmend auf Äcker und Wiesen aus, wo sie durch die Ernte gefährdet sind. Zum Schutz der Vögel greifen im Kreis Borken bewährte Maßnahmen:
Bewirtschaftungsverzicht: Landwirte sparen beim Mähen oder Ernten eine Fläche von 25 mal 25 Metern rund um das Nest aus.
Gelegeschutzprämie: Für diesen Verzicht erhalten Landwirtinnen und Landwirte eine Prämie von 600 Euro. Diese Prämie gilt auch für Gelege von Kiebitz, Brachvogel und Uferschnepfe.
Schutzzäune: Nach der Ernte installiert der Kreis Borken einen Elektrozaun um das Nest, um die Jungvögel vor Fressfeinden wie dem Fuchs zu schützen.
Unterstützung durch Jäger: Bei Drohnenflügen zur Rehkitzrettung entdeckt die Jägerschaft immer wieder Gelege und meldet diese.
Weitere Informationen und die digitale Antragstellung für die Schutzprämie finden Sie unter www.kreis-borken.de/gelegeschutz.