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Lebensraum für Uferschnepfe & Co.: Gehölzarbeiten in den Amtsvennwiesen
In den kommenden Wochen (ab Mitte August) finden in den Vogelschutzgebieten im Kreis Borken umfangreiche Gehölzarbeiten statt. Was zunächst nach einem radikalen Eingriff aussieht, ist in Wahrheit eine überlebenswichtige Maßnahme für bedrohte Wiesenvögel.
Freie Sicht schützt vor Fressfeinden
Uferschnepfe, Brachvogel und Kiebitz sind auf weitläufiges, offenes Land angewiesen. Bäume, hohe Büsche und dichte Hecken nehmen den Vögeln die Sicht und bieten Fressfeinden wie Füchsen, Mardern oder Krähen ideale Verstecke. Fehlt den Wiesenvögeln der freie Überblick, stellen sie das Brüten oft komplett ein. Durch das Entfernen des Bewuchses wird die Landschaft wieder offengehalten.
Nachholbedarf bei der Pflege
Da Pflegemaßnahmen in den letzten Jahren nur eingeschränkt stattfinden konnten, fallen die Arbeiten nun etwas umfangreicher aus. Die Maßnahmen sind behördlich genehmigt und eng mit Eigentümern, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden abgestimmt.
Hintergrund: LIFE Wiesenvögel NRW
Die Arbeiten sind Teil des EU- und landesgeförderten Projekts „LIFE Wiesenvögel NRW“, das Ende 2020 u. a. von der Biologischen Station Zwillbrock e.V. gestartet wurde. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für bedrohte Vogelarten im nordwestdeutschen Tiefland nachhaltig zu verbessern.