**Doppelmoral in der Politik: Gilt Moral nur für den Geldbeutel?**
📢 Thema der Woche: Regeln für alle oder entscheidet am Ende der Geldbeutel?
Als Ahauser:in schaut man natürlich immer etwas genauer hin, was unser bekanntester Sohn der Stadt, Jens Spahn, so macht. Die jüngsten Nachrichten über sein Familienglück werfen bei vielen Bürgern hier in der Region allerdings Fragen auf, die über die bloßen Glückwünsche hinausgehen.
Jens Spahn hat sich in Berlin jahrelang und sehr konsequent mit der CDU dafür eingesetzt, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleibt. Das Argument: ethische und moralische Bedenken. Beim eigenen Kinderwunsch spielte dieses heimische Verbot nun aber keine Rolle mehr, der Weg führte kurzerhand in die USA, wo das Ganze legal, aber eben auch extrem kostspielig ist.
Da fragen sich derzeit viele Ahauser: Gilt die Moral in der Politik nur so lange, wie man es sich nicht leisten kann, sie im Ausland zu umgehen?
Es bleibt ein fader Beigeschmack. Während Politiker früher für deutlich kleinere Verfehlungen den Hut nehmen mussten, scheint unser Bundestagsabgeordneter eine bemerkenswerte Immunität zu besitzen. Weder das Milliarden-Debakel um die unbrauchbaren Corona-Masken aus seiner Zeit als Gesundheitsminister noch dieser eklatante moralische Widerspruch bringen ihn ins Straucheln.
Wir von DER AHAUSER gratulieren natürlich zum Nachwuchs. Dennoch bleibt die Frage im Raum, welches Vorbild hier abgegeben wird, wenn die eigenen, miterlassenen Regeln nur für diejenigen gelten, die nicht das nötige Kleingeld für den Ausweg haben.
Wie seht ihr das?